Der katalonische Gitarrist Fernando Sor (1778-1839) war neben Mauro Giuliani der führende Vertreter der klassischen Epoche seines Instrumentes. 1813 kam er nach Paris, das zu dieser Zeit neben Wien das Zentrum des Musiklebens und auch der Gitarristik darstellte. Die sechssaitige, nun nicht mehr doppelchörige Gitarre hatte sich erst vor kurzem entwickelt, Sor führte sie bereits zu einem Höhepunkt.
Neben einer Gitarrenschule, einem umfangreichen Etudenwerk, Sonaten, Fantasien und Variationen enthält sein Werkkatalog auch einige Gitarrenduos, in denen er oft einfache, der Volksmusik nahe stehende Themen verarbeitete, so auch in seinem Divertissement op.38.