Francesco da Milano (1497-1543) war nach dem übereinstimmenden Urteil seiner Zeitgenossen der überragende Lautenist in der 1.Hälfte des 16.Jahrhunderts. Er stand im Dienst des Herzogs von Mantua, des Kardinals Ippolito de Medici und Papst Pauls III.
Er komponierte Ricercari und Fantasien ausschließlich für die Laute, wobei diese Bezeichnungen in seinen Werken ohne klare Unterscheidung verwendet werden. Sie umfassen sowohl kurze Stücke improvisatorisch-toccatenhafter Art als auch solche größeren Umfangs mit stark imitatorischer Satzweise. Eines der schönsten, auch auf der heutigen Gitarre, ist das Ricercare LVII.