Franz Schubert, in Wien 1797 geboren und 1828 gestorben, wurde zu Lebzeiten vor allem als Liederkomponist geachtet, ist jedoch ebenso bedeutend durch seine Klavier-, Kammermusik- und Orchesterwerke. Mit der Gitarre war Schubert zwar vertraut, setzte sie aber nur in zwei Frühwerken (einer Cantate und einem Quartett mit Flöte, Viola und Cello) ein.
Schon zu Schuberts Lebzeiten wurden viele seiner Lieder jedoch auch in damals sehr beliebten Bearbeitungen für Singstimme und Gitarre veröffentlicht. 1833 wurden etwa einzelne Stücke aus der "Schönen Müllerin" von Anton Diabelli für Gitarre arrangiert und herausgegeben. Gerade dieser Zyklus eignet sich in seiner intimen und oft volksliednahen Stimmung ausgezeichnet für den Einsatz der Gitarre. Daneben wurden z.B. die Arpeggione-Sonate für Gitarrenbegleitung eingerichtet oder das Quartett D 173 für Gitarrenduo transkribiert.