Stefan Wolpe (19021972) wurde in Berlin geboren, seine jüdische Herkunft und seine entartete Musik zwangen ihn aber schon 1933 zur Flucht aus der Heimat, zunächst nach Palästina, dann in die USA, wo er als Kompositionslehrer (Morton Feldman, David Tudor u.a.) Bedeutung erlangte.
Gerade die Werke seiner Berliner Zeit Kampflied, Atonalität, Neoklassizismus, Jazz zeichnen sich durch große stilistische Vielfalt im Rahmen des musikalischen Expressionismus aus. Als Beispiele können die 6 Klavierstücke dienen, Gelegenheitsstücke mit trockenem und elegantem Witz. Im Tango (1927) verarbeitet er seine Erfahrungen als Stummfilmbegleiter und Pianist in Nachtclubs.