Tobias Hume (um 1580-1645), englischer Berufssoldat, veröffentlichte 1605 und 1607 zwei Sammlungen verschiedener Instrumentalwerke, die auch mehrere Kompositionen für die Lyra-Viole, eine damals in England gebräuchliche kleine Gambenart, enthalten. Vorwiegend kontrapunktisch gearbeitet und harmonisch außergewöhnlich reich, weisen sie viele Doppelgriffe und auf der Lyra-Viole mögliche ausladende Akkorde (bis zu sechs Stimmen) auf.
Die Transkription von Sätzen wie Sweete Musicke (The Earle of Salisburies favoret) und A Maske (The Earle of Sussex delight) für Gitarrenduo liegt wegen dieser Struktur nahe.